22. August 2017

Werkzeugekoffer Test – Ein Muss für den Heimwerker und Hobbybastler

Werkzeugkoffer

Wer zu Hause gelegentliche Reparaturen durchführen oder in der neuen Wohnung Schränke aufbauen möchte, der braucht einen gut sortierten Werkzeugkoffer. Für Heimwerker und Hobbybastler muss es dabei nicht gleich ein Profi Werkzeugkoffer sein, denn die sind oft sehr teuer und enthalten möglicherweise Werkzeug, das man als Laie überhaupt nicht benötigt. Aber auch im Heimwerkerbereich hat man meist die Qual der Wahl, wenn man den perfekten Werkzeugkoffer sucht.

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Um den richtigen Koffer zu finden, sollte man einen genauen Blick auf die Ausstattung und das Design des Koffers werfen. Denn Werkzeugkoffer ist nicht gleich Werkzeugkoffer!

Der Koffer

Schon beim Koffer selbst zeigen sich große Unterschiede. Meist handelt es sich um Klappkoffer aus Kunststoff oder Aluminium. Es gibt aber auch eine Menge guter Werkzeugkästen aus Stahlblech mit Deckel und Schubfächern.

Offener WerkzeugkofferDie Klappkoffer haben den Vorteil, dass jedes Werkzeug seinen festen Platz hat und mit Halterungen befestigt wird. Dank geformter Aussparungen findet man schnell den richtigen Platz und hat die Werkzeuge immer griffbereit. Manche Klappkoffer verfügen zum Schutz der Einzelteile über eine Schaumstoffpolsterung oder eine Zwischenlage. Je nach Anzahl der Teile bieten einige Werkzeugkoffer mit Werkzeug auch mehrere Einsätze.

Werkzeugkästen werden sowohl bestückt als auch unbestückt verkauft. Sie haben den Vorteil, dass sie oft über zusätzlichen Stauraum für extra Werkzeuge verfügen. So lassen sich auch Akkuschrauber, Bohrmaschine und Dokumente problemlos verstauen. Ein Werkzeugkasten aus Stahlblech ist meist etwas schwerer als ein Kunststoffkoffer, was man beim Transport berücksichtigen sollte. Gute Werkzeugkoffer mit Schubladen lassen sich zudem verschließen und werden zu diesem Zweck entweder mit Zahlenschloss oder mit Schlüsseln geliefert.

Die Ausstattung

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen bestückten und unbestückten Werkzeugkoffern. Wer schon ein großes Werkzeugsortiment besitzt und nur nach einer geeigneten Aufbewahrungsmöglichkeit sucht, der kann sich für eine unbestückte Werkzeugkiste entscheiden. Wichtig ist, dass man dabei auf das Gewicht und die Belastungsgrenze des Koffers achtet.

Mann repariert KühlschrankWer einen gut sortierten Werkzeugkoffer sucht, der kann sich zwischen zahlreichen bestückten Werkzeugkoffern entscheiden. Meist geben die Hersteller die Anzahl der Teile an, an der man sich zunächst orientieren kann. Aber Vorsicht: meist werden die Zahlen durch Kleinteile wie Schrauben, Nägel, Dübel oder Haken in die Höhe getrieben. Lassen Sie sich nicht durch die Anzahl der Teile täuschen, sondern nehmen Sie den Inhalt genau unter die Lupe.

Zum Standardsortiment gehören: Schraubendreher in verschiedenen Größen, diverse Zangen, ein Hammer, Steckschlüsseleinsätze und Bits, eine Umschaltknarre, ein Bandmaß und Gabelringschlüssel. Darüber hinaus findet man in einigen Werkzeugkoffern auch eine Säge, eine Wasserwaage, ein Abbrechklingenmesser und einen Seitenschneider. In der Regel beschränkt sich das Sortiment auf Handwerkzeuge; der ein oder andere Elektro Werkzeugkoffer lockt jedoch auch mit einem Akkuschrauber.

Die Qualität

Die Qualität der Werkzeuge wird vor allem durch das verwendete Material und die Verarbeitung beeinflusst. Werkzeuge aus gehärtetem Chrom-Vanadium-Stahl oder Chrom-Molybdän-Spezialstahl versprechen besondere Stabilität und Langlebigkeit. Feststeht, je weicher das Material, desto eher werden Sie Verschleißerscheinungen feststellen.

Handwerkzeuge müssen oft sehr hohen Belastungen widerstehen. Ein Schlosserhammer sollte kräftige Schläge aushalten, schockabsorbierend und dennoch flexibel sein. Gute Hämmer verfügen daher über einen Glasfaserstiel. Für einen guten Halt sollten die Werkzeuge mit rutschhemmenden gummierten Griffen ausgestattet sein.

Die Herausforderung bei der Herstellung von Werkzeugen ist es immer, das perfekte Gleichgewicht zwischen Gewicht und Stabilität zu finden. Sind die Werkzeuge zu leicht, erinnern sie eher an Kinderspielzeug und halten den Belastungen möglicherweise nicht stand. Sind sie zu schwer, lässt sich der Koffer schwerer transportieren und man ist weniger mobil. Die auf dem Markt erhältlichen Werkzeugkoffer wiegen in etwa zwischen 3,5 und 9 kg.

Was man sonst vor dem Kauf berücksichtigen sollte

Mann repariert RohreZunächst sollte man sich überlegen, wozu der Werkzeugkoffer benötigt wird. Für Arbeiten in Haushalt und Garten sowie für KFZ, Fahrrad und Motorrad genügt meist ein einfaches Heimwerker-Set. Wer sehr hohe Ansprüche an sein Werkzeug hat oder dieses auch professionell verwenden möchte, der muss schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Egal ob preiswert oder teuer, ein gutes Werkzeugkoffer Set sollte TÜV/GS-geprüft sein und den gängigen DIN-Normen entsprechen. Informationen hierzu entnimmt man am besten der Produktbeschreibung oder man informiert sich im Fachgeschäft.

Bei schweren Werkzeugkoffern steht immer die Frage nach dem Transport im Raum. Besonders bei solchen Koffern ist es wichtig, dass der Griff solide verarbeitet ist oder der Koffer alternativ über einen Trageriemen verfügt. Ein fahrender Werkzeugkoffer mit Rollen stellt eine gute Alternative dar, um den Rücken zu schonen. Manche Werkzeugkoffer lassen sich zudem als Aufsatz für einen Werkstattwagen verwenden.

Notfalls kann der Koffer aber auch stationär verwendet werden. Überlegen Sie sich gut, ob Sie den Werkzeugkoffer für unterwegs benötigen und viel transportieren. In diesem Fall sollte das Gewicht nicht zu hoch sein. Alu Werkzeugkoffer haben hierbei einen Vorteil gegenüber Kästen aus Stahlblech.

Auch bei Werkzeugkoffern gilt natürlich, je billiger desto geringer die zu erwartende Qualität. Wer Werkzeug für die Ewigkeit sucht, sollte schon ein bisschen mehr investieren. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass bei vielen Menschen der Koffer für 360 Tage im Jahr im Schrank liegt oder als Reserve beim Camping, im Wohnwagen oder in der Ferienwohnung dient. In diesem Fall werden die Werkzeuge natürlich viel langsamer abgenutzt und es genügt häufig ein Werkzeugkoffer in Heimwerker-Qualität.

Ob der Koffer diesen Ansprüchen entspricht, lässt sich meist schon in den Bewertungen der anderen Käufer ablesen. Lesen Sie sich daher die Rezensionen im Internet zu dem Produkt durch und schauen Sie besonders nach Kunden, deren Verwendungszweck Ihrem am meisten entspricht, z.B. Schrankaufbau, Modellbau, Autoreparatur etc.

Achten Sie bei einem Kauf auch darauf ob die enthaltenen Werkzeuge magnetisch sind. Vor allem wenn Sie viel schrauben sind magnetische Schraubenzieher extrem hilfreich und erleichtern die Arbeit um einiges. Sie müssen sich dadurch nämlich nicht mehr darauf konzentrieren, die Schrauben beim Herausdrehen nicht zu verlieren, da sie ja am Schraubenzieher hängen bleiben. Dieses Feature haben allerdings nur sehr wenige Hersteller bei ihren Werkzeugen integriert.

Ebenfalls wichtig ist die Garantiezeit. Hier geben sogar manche Hersteller eine Garantie von bis zu 10 Jahren. Hier kommt es allerdings auch auf den Preis an. Je mehr sie investieren umso besser die Qualität und umso länger auch das Garantieversprechen.

Bei der Anschaffung von Werkzeugen empfiehlt sich auch eine Beratung im Fachgeschäft. Auch wenn man die Langlebigkeit dort sicherlich nicht prüfen kann, so kann man zumindest schauen, ob die Werkzeuge gut in der Hand liegen und einen soliden ersten Eindruck vermitteln. So ist man nicht geschockt, wenn man das Werkzeug erstmals in der Hand hält und es viel kleiner ist, als man erwartet hat.

Vorteile und Nachteile eines Werkzeugkoffers:

Vorteile eines Werkzeugkoffers:

  • günstiger wie wenn man Alles einzeln kauft
  • jedes Werkzeug hat seinen eigenen passenden Platz
  • direkt eine gute Grundausstattung vorhanden

Nachteile eines Werkzeugkoffers:

  • Qualität des Werkzeugs oft schlechter als im Einzelkauf

Fazit

Ein gut sortierter Werkzeugkoffer gehört eigentlich in jeden Haushalt. Schließlich will man nicht erst den Nachbarn fragen müssen, nur weil man mal ein Bild aufhängen oder die Waschmaschine abklemmen möchte. Als Einsteiger-Set oder als Notfallkoffer fürs Camping eignen sich bestückte Klappkoffer aus Kunststoff oder Aluminium.

Je nach Verwendungszweck sollte man die Ausstattung vorher prüfen. Ein Modellbauer wird eher Wert auf Feinmechaniker-Schraubendreher legen, für Tüftler und Elektriker sollte ein Spannungsprüfer nicht fehlen und ein Schreiner benötigt natürlich eine Säge. So hat jeder seine speziellen Ansprüche, die der Koffer erfüllen sollte. Neben der Ausstattung spielen das Design des Koffers, das Gewicht und der Preis eine wichtige Rolle. Wer alle diese Kriterien berücksichtigt und verschiedene Modelle gegeneinander abwägt, der wird mit Sicherheit den perfekten Werkzeugkoffer finden.

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